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September 5, 2008

Firefox und der Datenschutz

Filed under: Paranoia — Tags: , — martin @ 5:31 am

Nur ein ganz kurzer Blick auf die Leitung, während einer Google-Suche mit dem “normalen” Firefox-Suchplugin:

GET /complete/search?output=firefox&client=firefox&hl=de&q=fir HTTP/1.1
GET /complete/search?output=firefox&client=firefox&hl=de&q=fire HTTP/1.1
GET /complete/search?output=firefox&client=firefox&hl=de&q=firef HTTP/1.1
GET /complete/search?output=firefox&client=firefox&hl=de&q=firefo HTTP/1.1
GET /complete/search?output=firefox&client=firefox&hl=de&q=firefox HTTP/1.1
GET /complete/search?output=firefox&client=firefox&hl=de&q=firefox+ HTTP/1.1
GET /complete/search?output=firefox&client=firefox&hl=de&q=firefox+p HTTP/1.1
GET /complete/search?output=firefox&client=firefox&hl=de&q=firefox+pr HTTP/1.1
GET /complete/search?output=firefox&client=firefox&hl=de&q=firefox+pri HTTP/1.1
GET /complete/search?output=firefox&client=firefox&hl=de&q=firefox+priv HTTP/1.1
GET /complete/search?output=firefox&client=firefox&hl=de&q=firefox+priva HTTP/1.1
GET /complete/search?output=firefox&client=firefox&hl=de&q=firefox+privac HTTP/1.1
GET /complete/search?output=firefox&client=firefox&hl=de&q=firefox+privacy HTTP/1.1

Irgendwie ist jetzt der Punkt erreicht, wo ich beginne, Presse und Bloggeria für geistig minderbemittelt zu halten.

September 3, 2008

Google-Skepsis

Filed under: Internet — Tags: , — martin @ 5:40 am

Ich kann das Mißtrauen, das die Leute gegenüber dem neuen Google-Browser “Chrome” hegen, durchaus nachvollziehen. Es lohnt sich aber durchaus, mal in Ruhe darüber nachzudenken, was wirklich dahinter stecken könnte.

Google will nämlich – daran kann kaum ein Zweifel bestehen – noch massiv Kohle mit dem Internet einfahren. Wenn die Leute aber wegen Sicherheitsproblemen das Vertrauen und wegen schlecht programmierter und schlecht performender Webseiten die Geduld mit dem Internet verlieren und sich auf geschlossene Plattformen zurückziehen, bricht Google die Basis fürs Geschäft weg.

Schaut man sich an, wie die “Social Networks” mit ihren integrierten Mail- und Chatfunktionen heute einschlagen, liegt die gedankliche Verbindung zu Systemen wie dem verstorbenen Compuserve mit seinen thematischen in sich geschlossenen “Foren” (Chat, BBS, Downloadbereich; leider war es mir nicht möglich, einen aussagefähigen Screenshot des Compuserve Information Manager WinCIM aufzutreiben) bereits klar auf der Hand. Eine solche Plattform und ihre Nachahmer könnten über Nacht auftauchen und binnen Jahresfrist viele Millionen von Nutzern haben. Käme es zu einer Wanderungsbewegung in diese Richtung, würde Google riskieren, dabei auf der Strecke zu bleiben, denn außer Web-Technologie hat man ja nichts vorzuweisen.

Es geht bei der Entwicklung von “Chrome” also um nicht weniger, als die frühzeitige Abwendung des eigenen Untergangs. Daß Google die mühevoll entwickelte Software als vertrauensbildende Maßnahme nicht unter einem selbstgestrickten und kastrierten GPL-Imitat, sondern unter BSD-Lizenz veröffentlicht, ist für mich ein bemerkenswertes und starkes Indiz dafür, daß es Google wirklich um mehr Sicherheit in einem offenen Internet geht, und nicht um Macht im Browsergeschäft.

September 2, 2008

Google dreht das Web um 90°

Filed under: Internet — Tags: , — martin @ 10:17 am

Der neue Google-Browser will vieles anders machen und überkommene Paradigmen über den Haufen werfen, die in den bisherigen Browsern fest verankert zu sein schienen. Google glaubt, das Web wirklich verstanden zu haben.

Um den neuen Browser anzukündigen, bringt Google einen Comic. Im Hochformat. Wie bescheuert ist das? :-(

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