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February 7, 2007

Kopierschutz – Welches Übel hätten’s denn gern?

Filed under: Verfolgungswahn — martin @ 10:25 pm

Ich habe einen Kunden, den man als “Plattenlabel” bezeichnen könnte. Mit eigenem Aufnahmestudio und CD-Produktion und so. Der dortige EDV-Leiter ist ein langjähriger Weggefährte von mir und erzählte kürzlich davon, daß seine Firma im Moment in den Online-Vertrieb von Musik einsteigt. Unter anderem, und das müßte mich doch freuen, würden die Titel auch als DRM-freie MP3-Dateien angeboten.

Kaum hat er’s gesprochen, kommt tags darauf Steve Jobs mit einem mysteriösen Essay daher und schlägt vor, daß man doch zukünftig besser ganz auf DRM verzichten sollte.

Die Welt ist aus dem Häuschen ob dieser geradezu revolutionären Ansichten. Das tückische an Steves “Thoughts on Music” ist jedoch, daß er mit keinem Wort erwähnt, welche Alternativen es denn geben könnte.

Mein Kunde ist im Gegensatz zu Steve schon einen Schritt weiter: Er läßt seine MP3-Dateien mit Wasserzeichen vermarkten.

Steve sagt: “Der Kopierschutz wird ohnehin geknackt, die CD wird ohnehin gerippt, also können wir uns den Aufwand doch sparen.” Ich hingegen denke, daß man ein vollkommener Narr sein muß, um dieser Argumentation zu folgen. Er verzichtet ja noch nicht einmal darauf, dem Kopierschutzknacker unmittelbar den “Diebstahl” von Musik zu unterstellen, so wie das auf jeder iPod-Verpackung getan wird. Er muß andere Methoden zum Schutz der Rechteinhaber in der Hinterhand haben. Und dabei kann es sich ausschließlich um Wasserzeichen handeln.

Meine Auffassung zu DRM-freien, mit Wasserzeichen versehenen Dateien, ist jedoch vollkommen klar. Sie läuft vermutlich der Meinung von 99% aller Internetnutzer zuwider. Sie lautet:

Wasserzeichen sind das schrecklichste, was einem als (Online-)Musikkäufer widerfahren kann.

Warum? Ganz einfach. Wasserzeichen werden ganz neue Möglichkeiten für Klagewellen gegen Endverbraucher ermöglichen. Findet man irgendwo eine MP3-Datei, muß man nur prüfen, wer sie ursprünglich gekauft hat. Alles ohne richterliche Anordnungen und gespeicherte ISP-Daten. Eine ganz neue Qualität der Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen: Wer seine MP3-Datei an dritte weitergibt, verstößt gegen die Lizenz. Er kann über das Wasserzeichen unmittelbar ermittelt werden und darf sich warm anziehen, denn die Musikindustrie wird ihn um Haus und Hof klagen. Und das alles nur, weil er einmal eine Musikdatei in die falschen Hände gegeben hat.

Irgendwann erzähle ich einem Kollegen beim Mittagessen von diesem tollen Album des vollkommen unbekannten Künstlers, auf den ich neulich gestoßen bin. Und natürlich, und das halte ich für mein gutes Recht, drücke ich es ihm bei der nächsten Gelegenheit per USB-Stick in die Hand, damit er sich selbst einen Eindruck verschaffen kann.

In einer Welt, in der alle Musikstücke mit Wasserzeichen versehen sind, ist das schon nicht mehr so einfach: Mein Kollege müßte mir versprechen, daß er die Dateien sofort nach dem Hören löscht, und sie auch bitte, bitte, an niemanden weitergibt. Man stelle sich nur vor, sein Nachwuchs hätte Zugang zu seinem PC und würde die auf mich lizensierten Musikdateien abziehen und an seine Kumpels weitergeben. Von den Varianten “Diebstahl des Laptop”, “Verlust des USB-Stick” und “Laptop in der Werkstatt” will ich erst garnicht anfangen.

DRM hat einiges mit Vertrauen zu tun, das nicht da ist. Die Plattenindustrie vertraut ihren Kunden nicht, sondern befürchtet, von ihnen über den Tisch gezogen zu werden: Wer ein Album erstmal kopiert hat, wird es oft nicht mehr als Original nachkaufen. Davor versucht sie sich mit Digitalem Restriction Management zu schützen, mit allen unangenehmen und i.d.R. inakzeptablen Folgen, die das hat.

Noch viel unangenehmer und inakzeptabler als die Folgen des DRM wären für mich jedoch die Folgen, die es hätte, wenn gekaufte Musikstücke im großen Stil mit digitalen Wasserzeichen markiert wären. Ein gewisses Mißtrauen in der Beziehung zwischen Kunde und Lieferant ist normal, das weiß jeder, der mal auf eBay gehandelt hat. Digitale Wasserzeichen bringen das Mißtrauen jedoch sprichwörtlich auf eine neue Ebene: Auf die zwischenmenschliche Ebene der Endkunden untereinander. Ein Musikstück mit Wasserzeichen (oder gar die ganze Musiksammlung mit 20.000 Titeln) könnte man niemandem ruhigen Gewissens anvertrauen. Geraten die Dateien in die falschen Hände, ist man unversehens als böser Raubkopierer gebrandmarkt. Man könnte andere sogar gezielt diskreditieren, indem man sich Zugang zu ihren mit Wasserzeichen geschützten Musikdateien verschafft und diese in einer Tauschbörse anbietet, oder einfach nur auf USB-Sticks in der U-Bahn herumliegen läßt.

Mit DRM habe ich zwei Möglichkeiten: Entweder der DRM-Anbieter schützt alle Beteiligten vor Mißbrauch meiner gekauften Titel. Oder ich knacke das DRM und bekomme frei kopierbare Titel, die mir niemand zuschreiben kann. So mache ich es derzeit.

Wasserzeichen hingegen sieht und hört (hoffentlich) man nicht. Sie sind in der runtergeladenen MP3-Datei, sie sind auf der daraus gebrannten CD, und sie sind auch noch da, wenn die CD wieder gerippt, im Radio gesendet, auf Band aufgenommen und erneut digitalisiert wird. Ein digitales Wasserzeichen wird man niemals los. Es ist sogar in 50 Jahren noch da, wenn man sich längst nicht mehr erinnern kann, aus welcher Quelle diese Datei damals in der Jugend wohl mal stammte.

Was Steve vorschwebt, ist ein von Angst, Mißtrauen und Kontrolle bestimmtes Musikgeschäft. Konsumenten sollen ihre gekauften Tracks auf jedem Gerät abspielen können. Sie sollen jedoch Angst davor haben, Dateien an ihre Kinder oder an ihre Kumpels weiterzugeben, denn dank des Wasserzeichens wird immer festgestellt werden können, wer sie in Umlauf gebracht hat.

Die Plattenbosse werfen ihm “Scheinheiligkeit” vor. Ich kann dem beim besten Willen nicht wiedersprechen.

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23 Comments

  1. Apple’s Thoughts on Music

    Auch Steve Jobs m

    Trackback by /* basquiat's lovely winter riot */ — February 7, 2007 @ 11:32 pm

  2. Das mit dem Wasserzeichen ist wirklich ein Problem. Zwar sollte es aktuell so sein, dass man mir beweisen müsse, dass ich das Zeug in den Umlauf gebracht habe, jedoch interessiert es auch niemanden, wenn man zwecks Folterverhören ins Ausland geflogen wird.

    Auf der Festplatte habe ich “Wassermusik” und ähnlich klingende, von Netlabels angebotene, freie MP3s. Diese zu mischen und daraus seine private-best-of-compilation, wie zu Kassettenzeiten, zu brennen geht ja im Prinzip nicht. Nicht, dass die durch “Wasser gezeichnete Musik” sich gentechnisch-artig auf die freien MP3s ausbreiten würde (geht noch nicht, oder?), sondern wie stelle ich sicher, dass man mir diese CD nicht in einem Musikindustrie-Flieger links und rechts um die Ohren haut und ich hinterher mit einem Rootkit im Kopf aufwache?

    Ein chown lars:lars /mp3 und chmod 700 /mp3 ist genauso sicher wie der Versuch, seine DRM-frei-gekauften Sachen selbst zu DRMen.

    Vielleicht ein eigener Rechner? Alles super stark verschlüsselt und nur der gepatchten mplayer ist dazu berufen diese Dateien für wenige Sekunden abzuspielen, bevor das nächste Password auf Eingabe wartet.

    … sorry, das Rootkit in meinem Kopf verursacht nicht nur eine körperliche Lähmung wenn ich cdrec*rd schreiben möchte, sondern auch Paranoia 🙂

    Comment by Lars — February 8, 2007 @ 7:04 am

  3. Das mit dem Beweisen kannst Du glatt knicken. Die Unschuldsvermutung ist doch praktisch abgeschafft.

    Comment by Martin Schmitt — February 8, 2007 @ 7:15 am

  4. Wenn ein Musikstück ein Wasserzeichen enthält, kann man es auf zwei Weisen entfernen:

    a) XOR zwischen zwei Exemplaren desselben Stücks, die an unterschiedliche Leute verkauft wurden -> Die Differenz ist ein Teil des Waserzeichens.

    Entfernen des Wasserzeichens durch Mitteln zwischen beiden Stücken oder ähnliche Verfahren.

    b) Durch Verrauschen des Stückes so stark, daß man das Rauschen gerade eben nicht hört.

    Wegen b) muß jedes nützliche Wasserzeichen so stark sein, daß man es hören kann.

    Comment by Isotopp — February 8, 2007 @ 10:09 am

  5. Kris: Punkt a löst leider kaum eins der Probleme, die ich aufgeführt habe, sondern greift nur, wenn man es mit dem Entfernen des Wasserzeichens wirklich (d.h. wirklich) ernst meint. Die arglos-ehrlichen, die Tracks online kaufen, auf CD brennen und diese im Suff auf einer Party liegen lassen, sind die Dummen und werden kriminalisiert, daß es nur so kracht. Das ist vollkommen inakzeptabel.

    Comment by Martin Schmitt — February 8, 2007 @ 10:29 am

  6. Gute, logische Überlegungen. Ein Hoch an Martin Schmidt!

    Die Lösung für Otto-Normaluser: Aus den “gelabelten” Tracks Audio-CDs brennen und dann wieder nach MP3 wandeln. Dies führt zu einem Generationenverlust wie zu seligen Analogzeiten. Dann ist es eine Stino-Privatkopie. Und die ist rechtlich wesentlich schwerer anzugreifen. Und ein Backup hat man damit auch. Dies geht bereits jetzt schon mit iTunes, so gesehen könnte sich Apple diese Geldverbrennung (Einführung eines Wasserzeichens) natürlich sparen :-).

    Comment by Magnar Hirschberger — February 9, 2007 @ 3:55 pm

  7. Hi,

    wie realistisch ist denn diese Wasserzeichen-Befürchtung? Was kostet das, es so einzurichten, daß man bis auf den individuellen Käufer zurückkommen kann?

    Wäre Jemand in der Lage detailliert zu beschreiben, was bei einem solchen Wasserzeichen technisch gemacht werden muß?

    Gruß,

    Michael Bischof

    Comment by Michael Bischof — February 9, 2007 @ 6:16 pm

  8. Michael: Das Fraunhofer-Institut für digitale Medientechnologie hat das sogenannte LWDRM schon seit Jahren fertig in der Schublade liegen.

    Magnar: Leider negativ. Bei Musictrace, einem Spin-off des Fraunhofer-Instituts, kann man lesen:
    “Die Zusatzdaten sind sehr robust in das Audiosignal eingebettet; dies bedeutet, dass sie nicht einfach entfernbar sind. Das Ziel bei der Entwicklung des Audio-Wasserzeichen Verfahrens war, dass das Wasserzeichen erst dann nicht mehr auslesbar sein darf, wenn durch beabsichtige oder auch unbeabsichtigte Störungen die Audioqualität soweit gesunken ist, dass für den Titel kein wirtschaftlicher Nutzen mehr vorhanden ist.” – Das Wasserzeichen bleibt also für immer erhalten, und das Resampling von der Privatkopie wird Dir im Zweifelsfall noch als vorsätzlicher Verschleierungsversuch ausgelegt.

    Comment by Martin Schmitt — February 9, 2007 @ 6:33 pm

  9. Danke, Martin,

    das bedeutet doch dann auch Folgendes: man kann dann extra Wasserzeichen für Musik nehmen, welche im Radio gespielt wird.Egal wohin man das kopiert/weitergibt – immer bleibt erkennbar, daß diese Datei aus dem Radion kopiert ist und sie nicht einem selber gehört.

    D.h. diese Wasserzeichen sind für die Kids erheblich schlimmer als Softwarepatente für Andere, nicht wahr?

    Die Frage bleibt nur: was kostet das am Ende, der Datei ein hinreichend individualisiertes Wasserzeichen zu verpassen. Hat hier Irgendjemand eine Ahnung?

    Gruß,

    Michael Bischof

    Comment by Michael Bischof — February 10, 2007 @ 12:00 am

  10. Ich könnte mir vorstellen, daß das Wasserzeichen beim digitalen Rundfunkempfang die Information darüber enthalten kann, mit welchem Rundfunkgerät die Datei empfangen wurde. Allerdings erscheint mir aus logistischen Gründen ein “klassisches” DRM beim Rundfunk sinnvoller als Wasserzeichen. Der Weg führt nach meiner Auffassung beim Radio dahin, daß man überhaupt nichts mehr aufnehmen können wird und ich gehe davon aus, daß es bis dahin nur noch ein paar Jahre dauern wird. Der Hauptgrund, um digitalen Rundfunk zu pushen, kann eigentlich nur Kopierschutz sein.

    Die Kosten würde ich im einstelligen Centbereich pro verkauften Track schätzen. Ich kann bei Gelegenheit mal meinen Kunden fragen, ob er weiß, was das konkret kostet.

    Comment by Martin Schmitt — February 10, 2007 @ 3:17 am

  11. Hi,
    noch ein paar laienhafte Fragen zum Ablauf der Herstellung dieser Wasserzeichen-Dateien:
    ich gehe auf die Seite eines Verkäufers von Musik. Ich klicke auf eine Kaufvereinbarung. Dann muß dieser Verkäufer doch erst in diesem Moment das Wasserzeichen mit meinem Namen, meiner Adresse (IP-Adresse?), weitere Angaben, in die Musikdatei einbauen und mir diese dann schicken.
    Sorry, ich habe noch nie im Netz Musik gekauft. Einen iPod habe ich nicht.
    Läuft es so ab?

    Gruß,

    Michael Bischof

    Comment by Michael Bischof — February 10, 2007 @ 9:48 am

  12. Ich finde es auch hart, wie die Musikindustrie total an unseren (in diesem Fall meinen) Bedürfnissen vorbeiplant. Wären die Stücke/Alben deutlich billiger (1/3…1/5), würde ich wesentlich mehr Musik kaufen (derzeit ~30EUR/Jahr). Und: ich will diese auf allen meinen Musikmedien abspielen können. Egal ob PC, iPod, Auto, Stereoanlage, Auto eines Freundes etc…

    Comment by Robert — February 10, 2007 @ 11:17 am

  13. Michael: Wie sollte es denn sonst laufen? Allerdings würde eine Art eindeutige Kundenkennung aus Datenschutzgründen vollkommen ausreichen. Die paar Byte sind in einer riesigen Musikdatei mit ausreichender Redundanz unterzubringen.

    Technisch ist das mit Sicherheit trivial. Gewisse Grundlagen (Steganographie z.B.) sind so alt wie die Menschheit. Und es ist, um auf Herrn Jobs zurückzukommen, um Welten sicherer und einfacher, als mit Schlüsseln zu hantieren, wie sie beim iTunes-DRM verwendet werden und die auf dem iPod herumliegen müssen, damit die Musik abgespielt werden kann. Das war immerhin ein zentrales Problem, das er in seinem Pamphlet angesprochen hat.

    Comment by Martin Schmitt — February 10, 2007 @ 12:53 pm

  14. Hi Martin,
    ein Lob dem Visionär:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,465435,00.html

    (im Text weiter unten). Die zitierte Umfrage datiert wohl vom 8.2.2007, und wenn man da rein geht sieht man das Ergebnis einer Kundenbefragung “Zukunft der Musik”http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/0,1518,465090,00.html), bei der 60% ihre Zustimmung zu solchen Wasserzeichen gegeben haben sollen.
    Was schlagend den Unfug dieser Umfragen belegt. Wie kann ich Vera Details und ihre Konsequenzen kenne. Eine Regel, bei deren Übertretung die Verbrecher von Sony-BMG böse auf mich sind, wird mein Verhalten anders beeinflussen als die Drohung eines Zivilprozesses. Wußten die Befragten von diesem Problem?

    Gruß,

    Michael Bischof

    Comment by Michael Bischof — February 10, 2007 @ 1:16 pm

  15. Ich bin gar kein Visionär. Ich bin nur ein Pessimist.

    Comment by Martin Schmitt — February 10, 2007 @ 1:25 pm

  16. Du meinst mit Wilson:
    Nur weil ich ein Paranoiker bin heißt das noch lange nicht, daß sie nicht hinter mir her sind?

    Allerdings verschiebt die technische Möglichkeit des nicht entfernbaren Wasserzeichens die ganze Sache total in den politischen Raum. Da müssen ja erst mal Gesetze gemacht werden, welche regeln, was bei Verstößen passiert. Eine Sache zu kaufen, mit der ich dann eben nicht machen kann, was ich will, ist noch längst nicht durchgesetzt, auch wenn Viele fleißig daran schrauben.

    Gruß

    Michael Bischof

    Comment by Michael Bischof — February 10, 2007 @ 1:37 pm

  17. Hallo,

    ich habe weiter drüber nachgedacht: nehmen wir das Wasserzeichen mal als gegeben hin. Ob Deine schlimmen Vermutungen zutreffen oder nicht liegt dann aber nicht am Wasserzeichen, sondern am Inhalt des Kleingedruckten, der “EULA”, der ich zustimmen muß, wenn ich das Zeug herunterlade. Was man da rein schreiben darf oder nicht ist aber eine rein politische Frage, eine des Kräfteverhältnisses. Somit hängt das ab vom Engagement und Widerstand der Leute. Sie kriegen das, was sie zulassen.

    Also wie bei den Patenten, denke ich.

    Gruß,

    Michael Bischof

    Comment by Michael Bischof — February 12, 2007 @ 6:01 am

  18. Michael: „Sie kriegen das, was sie zulassen.“

    Genau, darum mache ich mir z.B. ja auch Sorgen…

    Comment by Robert — February 12, 2007 @ 6:17 pm

  19. Tja, Martin,

    da hast Du wirklich einen Riecher für ein relevantes Thema gehabt. Auf das Datum solle man bei all diesen Äußerungen schon achten.

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/print/85322
    Damit man sieht was naiv sein bedeuten kann.
    Wirkich fasziniert, dass die Frage ausbleibt, was denn anstelle von DRM kommen soll. Oder sind die Burschen der Musikindustrie (immerhin abgefeimte Verbrecher wie etwa die Herren von Sony-BMG oder Raubkopierer wie die der deutschen “Copypolice”) jetzt einsichtsfähige nette Jungs geworden?

    Gruß,

    Michael Bischof

    Comment by Michael Bischof — February 14, 2007 @ 6:57 pm

  20. Ansich egal aber:
    wiedersprechen
    -e
    😉

    Comment by kero — February 19, 2007 @ 12:06 pm

  21. Hallo,
    wie ich eben (19.2.2007) erst zufällig sehe hat der Spaß ja schon längst angefangen:

    http://www.gulli.com/news/digitales-wasserzeichen-2006-09-15/

    Und dort hat Niemand reagiert, weil es wohl so nett und unverfänglich präsentiert worden ist.
    Erst heute schreibt Jemand bei heise im Forum
    (/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg_id=12224284&forum_id=112690)
    19. Februar 2007 10:52
    Re: Wasserzeichen statt DRM
    StYxXx (mehr als 1000 Beiträge seit 19.03.03)

    Vielleicht steckt dahinter auch ein Plan:

    Bisher weiß man nicht, wer die Dateien ursprünglich ins Netz gestellt
    hat. In vielen Ländern ist das runterladen jedoch legal. Und auch
    nicht ganz klar, ab wann das hochladen denn nun böse ist. Schließlich
    weiß ein einfacher Filesharer nicht, ob z.b. Kopierschuztmaßnahmen
    umgangen wurden.
    Wasserzeichen bieten da eine Möglichkeit, der “Quelle” etwas näher zu
    kommen. Und die kann man dann noch leichter auf noch höhere Summen
    verklagen 😉

    Durch den Wegfall von DRM erhofft man sich vielleicht, dass die Zahl
    der Kopien zunimmt und damit auch die Möglichkeit der
    Schadensersatzforderungen, welche künftig die Haupteinnahmequelle
    darstellen werden.

    Naja, nur so ein Gedankenspiel 😉

    Aber irgendwie ist diese Meinungsänderung bei vielen doch
    merkwürdig…

    Tja, der denkt genauso negativ wie Du, Martin: Optimisten mit Erfahrung…

    Gruß,

    Michael Bischof

    Comment by Michael Bischof — February 19, 2007 @ 12:38 pm

  22. IANAL, aber Privatkopien von nicht-kopiereschützter Musik ist doch erlaubt, und kann auch nicht durch irgendwelche Lizenz-Bedingungen eingeschänkt werden – sonst hätte man das ja schon längst getan. Mir leuchtet daher ncit so Recht ein, auf welcher Basis da verklagt werden soll (vorausgesetzt man bietet nicht seine selbst-gekauften MP3s direkt seber in der Tauschbörse an).

    Natürlich kann einem trotzdem noch etwas blühen, in dem man bspw. plötzlich als Kunde nicht mehr Willkommen ist, oder in dem man plötzlich andere Preise genannt bekommt.

    Wieiviele User/Firmen hat eigentlich Microsoft schon verklagt, weil deren Aktivierungskeys publik geworden sind?

    Comment by Manuel — April 15, 2007 @ 6:29 pm

  23. Martin der Prophet

    Vor etwa 4 Monaten schrieb Martin vom Binblog über Wasserzeichen statt DRM in MP3-Downloads:
    Wasserzeichen werden ganz neue Möglichkeiten für Klagewellen gegen Endverbraucher ermöglichen. Findet man irgendwo eine MP3-Datei, muß…

    Trackback by EDV - Ende der Vernunft — May 30, 2007 @ 6:38 pm


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