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January 30, 2008

Paar Meilen unter dem Meer

Filed under: Technology — Tags: , — martin @ 7:29 pm

Im Mittelmeer hat es eine Handvoll Seekabel zerlegt. Das nutze ich mal als Gelegenheit, um darauf hinzuweisen, daß Seekabel eine total spannende Angelegenheit sind.

Wer eine ausreichend große Aufmerksamkeitsspanne hat, kann für den Anfang Mother Earth Mother Board von Neal Stephenson lesen, in dem der Autor von verschiedenen spannenden Schauplätzen berichtet. (Leider ist der Artikel bei WIRED scheinbar schon so oft zwischen verschiedenen CMSen verschoben worden, daß das HTML-Markup zu gammeln beginnt.)

Animationen zur Verlegung und Reparatur von Seekabeln finden sich z.B. bei Alcatel-Lucent. Die Seite atlantic-cable.com beschreibt die Geschichte der Kommunikation per Seekabel seit ihren Anfängen Mitte des 19. Jahrhunderts.


(Foto: Tub Gurnard, CC-by)

Das International Cable Protection Committee hat u.a. ein Kataster aller wichtigen Seekabel online, wobei auch jene berücksichtigt sind, die nicht mehr in Betrieb sind. Selbstverständlich findet sich dort auch eine Liste der “Cableships Of the World”. Diese Schiffe bestehen im großen und ganzen aus gigantischen Kabeltrommeln, um die ein Schiffsrumpf herumgebaut wurde, zuzüglich natürlich der zur Verlegung erforderlichen Maschinen. (Update: Z.B. sehr schön als Schnittzeichung bei Tyco Telecom.)

Wenn eure Frauen oder Freundinnen mal ins Rosamunde-Pilcher-Land verreisen wollen, schlagt sofort zu, denn dort, in Porthcurno, an dem Ort, wo viele Jahre lang die meisten Seekabel von und zur britischen Insel anlandeten, befindet sich in einer Bunkeranlage im Fels ein Telegraphenmuseum. Wenn das kein Ort ist, den der Nerd von Welt vor seinem Tod gesehen haben muß, dann weiß ich nicht, was sonst in Frage käme. 😉

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3 Comments »

  1. Moin,

    mir fällt da noch ein traumhaft schönes Fleckchen ein das auch mit Seekabeln zu tun hat: Bray Head auf Valentia Island in Co. Kerry, Irland. Nun wird einem ja vor Ort viel erzählt (Du weisst schon; 8 Städte – alle mit der größten Kirche), aber Deine Links bestätigen, dass von dort das erste Transatlantik-Kabel verlegt wurde.

    http://maps.google.com/maps?f=q&hl=de&sll=51.925102,-10.297226&sspn=0.008284,0.01502&ie=UTF8&ll=51.885362,-10.424883&spn=0.002073,0.003755&t=h&z=18

    Gruss, K.

    Comment by K — January 30, 2008 @ 11:44 pm

  2. Und so unscheinbar sieht das dann aus, wenn es auf der anderen Seite des Atlantik, in New Jersey, wieder auf dem Meer herauskommt:

    http://www.wired.com/culture/art/multimedia/2008/01/gallery_simon?slide=10&slideView=2

    Comment by Fred — January 31, 2008 @ 1:24 pm

  3. Sehr schöne Fundstelle, Fred!

    Ich hatte gestern abend noch rumgesucht, um _irgendeinen_ Anhaltspunkt zu finden, wie es an der Landestelle eines Seekabels aussieht. Scheinbar hatte ich immer die falschen Suchbegriffe am Start. Alles, was ich bisher kannte, ist die Beschreibung aus Stephensons Text, die aber ziemlich viel Spielraum für die Phantasie läßt.

    Ich kann’s ja auch verstehen, wenn damit kein sehr offener Umgang gepflegt wird. Sehr tief liegen die Kabel im Landebereich wohl nicht unter der Erde, und eine gezielte Sabotageaktion an einer solchen Stelle hätte schon gewaltige Auswirkungen.

    Comment by binblog — January 31, 2008 @ 2:23 pm


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