#!/bin/blog

February 9, 2008

tpop3d-Migrationspfad

Filed under: Internet — Tags: , , , — martin @ 8:22 pm

So leid es tut, daß der Autor von tpop3d sich vor einem Jahr das Leben genommen hat, so dringlich war es dann doch, eine Software, die nicht mehr gewartet wird und für die auch kein Fork ansteht, weil ihre Zeit nebenbei auch ein wenig vorbei ist, durch eine andere Lösung zu ersetzen.

Gut, daß ich mich in diesen Tagen aus anderen Gründen mit dovecot auseinandersetzen durfte. Da dovecot nicht nur die in meinen Perl-Authenticator für tpop3d verwendeten Prozentzeichen im Nutzernamen (first.last%example.com) in Klammeraffen übersetzen kann, sondern sogar eine Konfigurationsoption hat, um auf dem selben Maildir auch die selben UIDs wie tpop3d anzuzeigen…

auth_username_translation = %@
pop3_uidl_format = %Mf

…bestand die ganze Migration darin, das Script, das die passwd-Datei für tpop3d generierte, so anzupassen, daß Klammeraffen statt Prozentzeichen verwendet werden. Danach habe ich todesmutig direkt den POP3-Server für meine 100 User umgeswitcht. Die ersten Anwender, die erkennbar leave-mail-on-server aktiv haben, haben schon gepollt und nicht die alten Mails mitbekommen. Der UIDL-Hack hat also funktioniert.

Ciao, tpop3d mit Deinem voll mit Perl verscriptbaren Authentifizierungs-API. Ich habe Dir immerhin sechs Jahre lang die Treue gehalten. Und danke Chris (hoffentlich an einem Ort, der dir besser gefällt) dafür, daß Du mir immer geholfen hast, das Ding auch nochmal unter Solaris zu übersetzen. 🙂

Wahrscheinlich bin ich der einzige Mensch weit und breit, der jetzt dovecot als reinen POP3-Server einsetzt. Geradezu reaktionär, wo doch IMAP der allerletzte Schrei ist.

So, und jetzt nichts wie weg vom Rechner und das Handy ausschalten. 😉

Blog at WordPress.com.